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15 Jahre Gentechnik-freie Lebensmittel in Österreich

Führende Lebensmittelunternehmen setzen auf Gentechnik-Freiheit – Österreichische Regelung als Vorbild für europäische Harmonisierung.

15 Jahre nach ihrer Gründung hat sich die ARGE Gen­technik-frei, Europas erstes und erfolgreichstes Kennzeichnungssystem für Gentechnik-frei erzeugte Lebens­mittel, als wichtige Qualitäts­insti­tu­tion auf dem Markt etabliert. Die Gen­technik-freie Produktion ist dabei zum Erfolgsrezept und zum besonderen Qualitätsmerk­mal öster­reich­ischer Produkte gewor­den: Mehr als 1.950 österreich­ische Lebens­mittel sind mit dem Kontroll­zeichen „Ohne Gentechnik her­ge­stellt“ ausgelobt. Bei Milch und Molkerei­produkten, Eiern sowie beim Großteil des Geflügel­fleisches (Huhn, Pute) ist die Gen­tech­nik-Freiheit Branchenstandard. Aktuell befasst sich die EU-Kommission mit einer mög­lich­en Harmonisierung der in den letzten Jahren auch in anderen Mitgliedsstaaten entstandenen Gentechnik-frei-Kennzeich­nungs­regel­ung­en. Die ARGE Gentechnik-frei will dabei, in enger Kooperation mit dem Gesund­heitsministerium, das in Österreich in langjähriger Praxis erfolgreich erprobte System als europaweiten Standard etablieren.

 

 „Ohne Gentechnik hergestellt“ – Markenzeichen für österr. Qualitätsprodukte
„Ohne Gentechnik hergestellte Produkte sind ein Aushängeschild Österreichs. Wir können zu Recht stolz sein, dass wir hier die Vorreiterrolle in Europa einnehmen. Viele Menschen wollen Lebensmittel ohne Gentechnik auf ihrem Teller – mit dem Codex und der Kenn­zeichnung durch die ARGE Gentechnik-frei schaffen wir Rechts­sicherheit und Transparenz und ermöglichen ein breites Angebot. Es freut mich, dass sich damit den heimischen Landwirten neue Markt­chancen bieten,“ betonte Gesundheitsminister Alois Stöger.

Produkte mit dem grünen Kontrollzeichen „Ohne Gentechnik hergestellt“ erfüllen die strengen Produktions­vor­schriften des Österreichi­schen Lebensmittel-Codex bzw. der EU-Biover­ordnung; deren Einhaltung wird in allen Stufen der Produktion regel­mäßig von unab­hängigen Kontrollstellen überprüft.

„Die Nachfrage nach dem Kennzeichen ‚Ohne Gentechnik hergestellt’ hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Österreichs Lebensmittelhersteller haben er­kannt, dass das Qualitätszeichen sowohl auf dem heimi­schen Markt, als auch im Export Marktvorteile bietet“, so Ökonomie­rat Markus Schörpf, Obmann der ARGE Gentechnik-frei.

Der Großteil der Lebens­mittel ohne Gentechnik kommt aus den Bereichen Milchpro­duk­te, Eier, Brot und Back­waren, Soja­produkte und Fleisch. Im Juni 2010 hat die österreichi­sche Milchwirtschaft ihre komplette Produktion auf Gentechnik-frei umgestellt; im Okt. 2010 folgte die komplette Produktion der heimischen Frischeier. Als nächste Herausfor­der­ung ist die Umstellung bei Fleisch voll im Gange: Geflügel ist bereits weitgehend Gentechnik-frei; bei Schweinefleisch gibt es zahl­reiche Umstellungs­projekte.
 

Österreich bei Gentechnik-frei-Kennzeichnung führend in Europa
Damit ist Österreichs Lebensmittelbranche bei der Gentechnik-Freiheit den europä­i­schen Mitbewerbern klar voraus. Aber: Die Gentechnik-Freiheit gewinnt in ganz Europa an Bedeutung und Nachfrage: In den letzten Jahren sind in mehreren europäi­schen Ländern (D, F, I, LUX, auch: CH) ähnliche Kennzeich­nungs­systeme ent­standen; andere Länder, auch im CEE-Raum, arbeiten daran.

So­wohl für Hersteller und Vermarkter, als auch für Konsumenten ist die aktuelle Situation – mit teilweise deutlich unter­schiedlichen Kennzeichnungs­systemen in einzelnen Ländern – allerdings wenig zufriedenstellend. Eine europaweite Har­mo­ni­sierung ist daher dringend von­nöten; das seit vielen Jahren in der Praxis erprobte österreichische System sollte dabei nach Ansicht von Gesund­heits­minister Stöger und der ARGE Gentechnik-frei in der EU als Benchmark und Messlatte berücksichtigt werden.

„Österreich hat in Europa ganz sicher die fundiertesten Erfahrungen bei der Gentechnik-freien Produktion. Es wäre daher klug und effizient, wenn die EU-Kommission diese Erfahr­ungen bei einer europäi­schen Harmonisierung als praxiserprobte Messlatte berücksichtigt“, sind sich Gesundheits­minister Alois Stöger und die ARGE Gentechnik-frei einig und legen konkrete „Eckpfeiler“ vor, die als Rahmen für eine europäische Regelung gelten sollen. Besondere Bedeutung nimmt darin die regelmäßige Kontrolle durch externe Kontrollstellen ein, die derzeit nur in Österreich fix vorgeschrieben ist.

Pressefotos: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3737

 

 

 

 

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