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2014: Viel Dynamik in der Gentechnik-freien Produktion

Ein Blick zurück zeigt: Im Jahr 2014 hat sich für die Gentechnik-freie Produktion in Österreich vieles in die positive Richtung entwickelt. 

(c) BMLFUW / Alexander Haiden

Neue Produkte, transparente Rahmenbedingungen und neue Exportchancen verstärken die Marktrelevanz Gentechnik-freier Lebensmittel.

Neuer Kontrollleitfaden für bessere Rückverfolgbarkeit

Ein starkes Signal in Richtung verstärkter Harmonisierung im Kontrollbereich und klarer, transparenter Vorgaben für die Kontrolle in allen relevanten Produktionssegmenten, von der Landwirtschaft über Transport und Handel bis zur Verarbeitung, wurde kurz vor Jahresende gesetzt: Anfang Dezember hat das Codex-Plenum den neuen Kontrollleitfaden für die Gentechnik-frei Kontrollen verabschiedet. Dieses neue, im Vergleich zum bisherigen Leitfaden deutlich umfangreichere Dokument definiert im Detail die Anforderungen und die Vorgangsweise für die verpflichtenden Gentechnik-frei Kontrollen und wird sowohl für Kontrollstellen und Behörden, als auch für die verarbeitenden Betriebe die Transparenz im Kontrollbereich wesentlich erhöhen. Der Kontrollleitfaden wird rund um den Jahreswechsel von der Akkreditierungsstelle im Wirtschaftsministerium veröffentlicht und dient als Basis für die jährlichen Audits der für Gentechnik-frei Zertifizierungen zugelassenen Kontrollstellen.

Kräftige Schritte in Richtung europäischer Harmonisierung

Auch wenn der im Jahr 2012 von der EU-Kommission gestartete Prozess zum Vergleich der nationalen Gentechnik-frei Regelungen noch kaum Konkretes eingebracht hat: Auf dem Markt konnten eine ganze Reihe von Schritten in Richtung verstärkter Abstimmung zwischen den einzelnen Kennzeichnungssystemen gesetzt werden.

Speziell zwischen den beiden größten europäischen Systemen, der ARGE Gentechnik-frei in Österreich und dem VLOG in Deutschland, wurde bereits die weitgehende gegenseitige Anerkennung umgesetzt. So ermöglicht es eine Vereinbarung der beiden Verbände, dass österreichische Futtermittel- und Geflügelhersteller ohne Zusatzaufwand für den deutschen Markt produzieren können. Für 2015 ist geplant, die generelle gegenseitige Anerkennung zwischen den beiden Systemen zu besiegeln. Auch mit der Vergabestelle für das slowenische Kontrollzeichen BREZ GSO, dessen Anforderungen im Wesentlichen den Vorgaben der österreichischen Codex-Richtlinie entsprechen, gibt es intensive Gespräche zur Erleichterung des jeweiligen Marktzuganges.

Große Erwartungen werden in das im Dezember vom österreichischen Umweltbundesamt begonnene Projekt zur Erstellung einheitlicher Vorgaben für die „Ohne Gentechnik“-Auslobung in den CEE-Ländern gesetzt: Finanziert von der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sollen bis Ende 2015 einheitlich umsetzbare Rahmenbedingungen für die Gentechnik-frei Kennzeichnung in den interessierten Ländern der Donau-Region (u.a. Ungarn, Serbien, Kroatien) formuliert werden. Ausgelöst durch das in dieser Region stark florierende Donau Soja-Projekt könnte damit eine wertvolle Basis für eine weitgehende Angleichung der Gentechnik-frei Standards geschaffen werden; als Vorlage für den Entwicklungsprozess dienen die fest am Markt etablierten Regelungen in Österreich und Deutschland.

Neue Produkte, neue Partnerbetriebe

Aber auch auf dem österreichischen Markt wächst die Gentechnik-freie Palette stetig weiter: So kamen 2014 Gentechnik-freie Nudeln (Stanglnudeln) neu auf den Markt; führende internationale Unternehmen wie z.B. Emmi, die CCCI (Conserve Italia), die Conserves France, die d’aucy GmbH und ALDI Suisse sind 2014 neu zur ARGE Gentechnik-frei dazugestoßen.

Auch die Zusammenarbeit zur Qualitätssicherung wurde ausgebaut: Gemeinsam mit den in der Gesellschaft für Gesunde Tierernährung (GGT) vereinten gewerblichen Mischfutterwerken, die immerhin für rund 60% des heimischen Mischfutters verantwortlich zeichnen, wurde im Herbst 2014 eine Datenbank für sämtliche GVO-Analysen in den GGT-Betrieben initiiert. Diese einzigartige Datenbank ermöglicht in Zukunft den raschen, regelmäßigen und österreichweiten Überblick über die Ergebnisse der GVO-Analysen und dient gegebenenfalls als wertvolle Informationsquelle, wenn Verunreinigungen mit GVOs festgestellt werden sollten. 

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