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Bereits 70% der Frischeier mit Donau Soja

Österreichische Legehennen werden mit regionalem und kontrolliert Gentechnik-freiem Donau Soja gefüttert.

Seit November 2013 sind in insgesamt 3.400 Supermarktfilialen von Rewe, Spar und Hofer nur noch österreichische Frischeier erhältlich, die von mit Gentechnik-freiem Donau Soja gefütterten Legehennen aus heimischer Haltung stammen. Lange Zeit konnte das für die Legehennenfütterung benötigte pflanzliche Eiweiß nicht aus europäischem Bestand gedeckt werden; daher kam primär aus Übersee importierte Soja zum Einsatz. Durch die Anstrengungen des Vereins Donau Soja werden die Anbauflächen im Donauraum in den nächsten Jahren stark erweitert. Schon jetzt können 70% der österreichischen Legehennen mit Gentechnik-freiem Donau Soja gefüttert werden. Mit dem weiteren Ausbau der Anbaufläche könnte in einigen Jahren auch die Umstellung der heimischen Schweinefleischbranche auf Gentechnik-freie Fütterung starten.

Donau-Raum mit guten Bedingungen für Soja Anbau

Soja ist das bedeutendste Eiweißfuttermittel in der Landwirtschaft, da es alle wesentlichen Aminosäuren, die Nutztiere zum Aufbau von körpereigenem Eiweiß benötigen, enthält. Der Donauraum bietet für den Anbau der Kulturpflanze Soja die notwendigen klimatischen Bedingungen. Österreich produziert jährlich 105.000 Tonnen und gilt damit als drittgrößter Soja-Erzeuger innerhalb der EU. Trotz allem kann nur ein Sechstel des österreichischen Bedarfs aus eigener Produktion gedeckt werden. Nach wie vor müssen rund 575.000 Tonnen Soja aus Übersee importiert werden – etwa ein Drittel davon ist aus kontrolliert Gentechnik-freier Produktion.

Mit der Initiative des Vereins Donau Soja werden derzeit die Soja-Anbaugebiete in den Donauländern Ungarn, Kroatien, Bosnien, Rumänien und Serbien erheblich ausgeweitet; laut Schätzungen der Landwirtschaftskammer Oberösterreich kann in den nächsten Jahren eine Fläche von 1,5 Mio. Hektar bebaut und ein Ertrag von bis zu 4 Mio. Tonnen Soja pro Jahr erreicht werden. Dies behält einen größeren Teil der Wertschöpfung in Österreich bzw. im Donau-Raum und leistet überdies wichtige wirtschaftliche Impulse für die gesamten Region.

„Darüber hinaus senken wir unsere Importabhängigkeit und die Treibhausgas-Emissionen“, erläutert Matthias Krön, Obmann des Vereins Donau Soja. Aber auch für die heimischen Ackerbauern wird sich der Sojaanbau auszahlen. Franz Stefan Hautzinger, Präsident der Landwirtschaftskammer Burgenland, sieht nicht nur eine wirtschaftliche Chance für den Anbau von Gentechnik-freiem, nachhaltigem Soja, sondern auch „die ideale Ergänzung für die Fruchtfolge“. Das würde die Wertschöpfung über die gesamte Produktionskette im Inland halten und helfen, die europäische Eiweißlücke zu verkleinern.

Gentechnik-freie Donau Soja Fütterung

Bereits 2010 haben die österreichischen Legehennenhalter im Bereich der Frischeier-Produktion vollständig auf Gentechnik-freie Fütterung umgestellt. Durch den ausgeweiteten Anbau von Donau Soja können nun bereits 70% der in Österreich gehaltenen Legehennen – das sind circa 6 Mio. Tiere – mit nachhaltig erzeugtem, europäischem Soja gefüttert werden.

Für die Landwirte ist die Umstellung auf das europäische Produkt mit einigen Herausforderungen verbunden, denn die Futtermittelmischungen müssen so geändert werden, dass die Tiere weiterhin eine optimale Nährstoffversorgung erhalten. „Donau Soja enthält einen geringeren Rohproteingehalt“, so Michael Wurzer, Geschäftsführer der Zentralen Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG). Daher hat die ZAG die Beratung ihrer Landwirte verstärkt, „um die Tiere weiterhin ausgewogen zu ernähren damit die aus wirtschaftlicher Sicht wichtige Legeleistung der Hennen nicht leidet“.

Auch die österreichische Schweinefleischbranche denkt bereits über eine Umstellung auf Gentechnik-freie Fütterung nach. Für die rund fünf Mio. Schweine in Österreich werden jährlich 350.000 Tonnen Sojaschrot benötigt. „Derzeit kann Donau Soja diesen Bedarf noch nicht decken, doch sobald die Sojamenge vorhanden ist, werden wir die Umstellung angehen“, kündigte der Geschäftsführer der Schweinebörse Österreich, Johann Schlederer, an. Seitens des Handels besteht großes Interesse an einer Gentechnik-freien Schweinefütterung, bestätigt der Experte.

www.donausoja.org

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