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Bio und konventionell für Gentechnik-Freiheit

Bio Austria, die wichtigste Vertretung heimischer Biobauern, war Mitbegründer der ARGE Gentechnik-frei vor 18 Jahren und ist seither wichtiger Treiber für Gentechnik-freie Produktion im gesamten Lebensmittelbereich.

Für den Bio-Sektor war von Anfang an klar, dass es den Qualitätsvorteil „Gentechnik-frei“ mit der konventionellen Produktion zu teilen gilt, um wirklich schlagkräftig zu sein. Um den Status Quo und zukünftige Herausforderungen zu beleuchten, bat die ARGE Gentechnik-frei Mag. Thomas Fertl von Bio Austria – Mitglied des Vorstandes der Arge Gentechnik-frei - um seine Einschätzungen.

„Wir wissen heute aus leidvoller Erfahrung in Spanien, den USA oder Kanada, dass es zu Verunreinigungen kommt, wenn gentechnisch veränderte und Gentechnik-freie Pflanzen nebeneinander kultiviert werden. Eine Koexistenz funktioniert einfach nicht. Die beste Lösung ist es daher, die gesamte Landwirtschaft Gentechnik-frei zu halten“, argumentiert Thomas Fertl die enge Kooperation des Biobereiches mit der Gentechnik-freien Produktion im konventionellen Sektor. Vor 18 Jahren gab es keinerlei Kennzeichnungspflicht für GV-Lebensmittel, weswegen dem Gentechnik-frei-Label eine besondere Rolle zukam. „Der Konsument kann die ihm allzu gerne übertragene Verantwortung nur dann wahrnehmen, wenn er auch transparent und verlässlich über die Produktionsbedingungen informiert wird“, setzt Fertl fort.

Ergebnisse und Ziele der Zusammenarbeit zwischen „bio“ und „konventionell“

Die enge Zusammenarbeit des Bio-Sektors, für den die Gentechnik-Freiheit aufgrund der EU-Bioverordnung ohnedies Standard ist, mit dem Konventionellen hat gefruchtet: Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ist in Österreich nicht erlaubt und für Konsumenten ist Gentechnik-Freiheit wichtiges Qualitätsmerkmal und Kaufargument. Thomas Fertl weiß, dass GV-Mais daher auf Österreichs Feldern heute keine Chance hat und der Lebensmitteleinzelhandel als „gentechnisch verändert“ gekennzeichnete Lebensmittel nicht ins Verkaufsregal stellen würde. „Zu diesen Errungenschaften haben die ARGE Gentechnik-frei und ihre Partner wesentlich beigetragen. Schritt für Schritt wird jetzt auch der Einsatz von Gentech-Futtermitteln in der konventionellen Landwirtschaft reduziert.“

Im Bereich der Futtermittel liegt auch nach wie vor die größte Herausforderung. Das EU-Kennzeichnungsrecht schreibt zwar vor, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel gekennzeichnet sein müssen, doch bei Futtermittel sieht die Sache anders aus: Fleisch, das unter Verwendung von GV-Tierfutter produziert wurde, muss nicht gekennzeichnet werden. Hier geben ausschließlich die Gentechnik-frei Auslobung sowie das EU-Biosiegel Sicherheit. „Die größte Herausforderungen ist es, GVOs auch aus der konventionellen Futtermittelproduktion zu verdrängen und somit auch in diesem Punkt mit Bio gleichzuziehen“, erklärt Fertl und betont darüber hinaus die Wichtigkeit von Saatgut-Reinheit: „Ist das Saatgut erst einmal verunreinigt, wird der Gentechnik-freien Landwirtschaft ihre wichtigste Grundlage entzogen. Das muss unbedingt verhindert werden.“

Doppelkennzeichnung: Bio und Gentechnik-frei

Zahlreiche Bio-Handelsmarken und Bio Austria Vermarkter verwenden parallel zum Bio-Zeichen auch das Kontrollzeichen „Ohne Gentechnik hergestellt“, denn nicht allen Konsumenten ist bewusst, dass die biologischen Produktionsstandards Gentechnik sowieso ausschließen. Die doppelte Kennzeichnung stellt für Thomas Fertl demnach eine wertvolle Zusatzinformation für die Konsumenten dar, die deshalb jedenfalls zu begrüßen sei.

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