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Bis Herbst 2015: Entwurf für harmonisierten Gentechnik-frei Standard für die Donauregion

Als Projekt, das weit über die Donauregion hinaus Relevanz haben kann, werden die aktuell laufenden Arbeiten unter Federführung des österreichischen Umweltbundesamtes eingeschätzt:

(c) Donau Soja

Auf die Initiative Sloweniens hin (Moravske Toplice Declaration aus 2014) und finanziert durch die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit soll bis zum Herbst 2015 ein Vorschlag für einen harmonisierten Gentechnik-frei Standard für die Donauregion vorliegen.

Intensive Abstimmungen im Gange
Die Arbeiten dazu laufen bereits auf Hochtouren: Koordiniert durch Dr. Helmut Gaugitsch von österreichischen Umweltbundesamt werden die bestehenden Standards und Labeling-Systeme analysiert – mit dem Ziel, daraus vergleichbare Kriterien und einen wissenschaftlich abgesicherten Ansatz für Gentechnik-freie Lebensmittelproduktion und -kontrolle abzuleiten, der einfach und transparent auf allen Ebenen der Produktion umsetzbar und mit den bestehenden EU- und WTO-Vorgaben vereinbar ist.

Bereits im Februar 2015 hat die dafür eingesetzte Technical Working Group, eine Expertenrunde mit Vertretern der unterschiedlichsten Gentechnik-frei Labeling-Systeme und Kontrollinstitutionen, die ersten Vorschläge erarbeitet. Diese werden aktuell verfeinert und präzisiert. Im Zeitraum März bis Juni 2015 läuft ein intensiver Begutachtungsprozess in den Ländern der Donauregion, um die Vorschläge auf ihre lokale Umsetzbarkeit hin zu überprüfen. Dabei werden sowohl Behörden, als auch Experten und Praktiker zugezogen. In zwei weiteren Treffen der Technical Working Group im Sommer und Frühherbst wird die Endversion des Standard-Entwurfs ausgefeilt und einer nochmaligen breiten Begutachtung mit allen relevanten Stakeholdern unterzogen.

Anfang November – rechtzeitig zur „International GMO-free Labeling Concference“ der ARGE Gentechnik-frei am 9. Nov. in Wien – soll der fertige Standard-Entwurf vorliegen.

Eckpfeiler eines Standard-Entwurfs für die Donauregion
Ausgehend von den relativ gut vergleichbaren Kennzeichnungssystemen der ARGE Gentechnik-frei in Österreich, des deutschen VLOG e.V. sowie des slowenischen Zeichens BREZ GSO werden Eckpfeiler für die zu definierenden Vorgaben im Standard – generelle Prinzipien, Anforderungen für Lebensmittel bzw. Futtermittel, Tiefe der Betrachtung, Umgang mit Schwellenwerten für Verunreinigung, Umstellungszeiten, allfällige Ausnahmeregelungen und konkrete Vorgaben für die Auslobung definiert.

Auch die verpflichtende Kontrolle soll – entsprechend der Systeme in Deutschland und Österreich – im Standard-Entwurf verankert sein: als risikobasiertes Kontrollsystem, mit klar vorgegebenen Kontrollfrequenzen und -abläufen.

Potenzial für ganz Europa
Die mit dem Projekt beabsichtigte Vergleichbarkeit der Gentechnik-frei Kennzeichnung in der Donau Region soll in der Folge auch in andere europäische Länder, auch in Richtung Westeuropa, ausstrahlen. Denn eines ist klar: Mit der aktuell stark zunehmenden Bedeutung der Gentechnik-freien Produktion im sehr international agierenden europäischen Lebensmittelmarkt sind vergleichbare Anforderungen an Produktion und Kontrolle ein absolutes „Must“. Die Arbeit der ARGE Gentechnik-frei wird in den nächsten Jahren darauf abzielen, diese Vergleichbarkeit wo immer möglich zu fördern und herbeizuführen – im Sinne der Konsumenten ebenso wie der Hersteller und Vermarkter.

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