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Geflügelbranche als Vorreiter bei der Gentechnik-Freiheit

In Österreich vertraut die Geflügelbranche schon seit Jahren auf das Qualitätsmerkmal der Gentechnik-freien Fütterung.

Nach Debatten zu Jahresbeginn setzt sich nun auch in Deutschland das Futter ohne Gentechnik in der Geflügel- und Eierbranche wieder voll durch.

Österreichs Frischeier-Produzenten und Mastgeflügel-Züchter waren europaweit Pioniere, als sie im Herbst 2010 (Frischeier), sowie im März 2012 (Mastgeflügel; primär Hühnerfleisch, aber tw. auch Putenfleisch) die Gentechnik-freie Fütterung als Branchen-Qualitätsstandard verankerten. Seither haben auch in anderen europäischen Märkten Geflügelzüchter den Wert Gentechnik-freier Fütterung entdeckt – speziell in Deutschland, wo bis Anfang 2014 Futter ohne Gentechnik die gelebte Praxis war, auch wenn viele der Anbieter dies nicht auf ihren Produkten auslobten.

Anfang 2014 erklärte der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) einseitig den Ausstieg aus der Gentechnik-freien Fütterung – mit der Begründung, dass die Verfügbarkeit von Non-GMO-Soja nicht ausreichend und langfristig gewährleistet sei und dass das Risiko von Verunreinigungen Rechtsunsicherheit für die Hersteller bedeute. Die darauf folgende intensive Debatte zwischen Landwirtschaft, Lebensmittelhandel, Soja-Importeuren und NGOs hat nun wieder frische Bewegung ins Thema gebracht: Ein gut besuchter Branchentreff im April hat eindeutig belegt, dass Brasilien auch langfristig ausreichend qualitativ hochwertige Non-GMO-Soja liefern kann. Auch der deutsche Verband „Lebensmittel ohne Gentechnik“ (VLOG) hat ausführlich dokumentiert, dass die „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung in Deutschland rechtlich unbedenklich und problemlos möglich ist.

Seit kurzem schlägt das Pendel wieder kräftig in Richtung Gentechnik-frei aus. Wie die Deutsche Lebensmittelzeitung in ihrer Ausgabe vom 28. August berichtet, hat der Lebensmittelhandel in Deutschland die Weichen eindeutig für einen Kurs auf Futter ohne Gentechnik gestellt. In bislang noch nicht dagewesener Einmütigkeit wünscht sich der deutsche Lebensmitteleinzelhandel (LEH) von der Geflügel- und Eierbranche die Fütterung der Tiere ohne Gentechnik. Spätestens ab Januar 2015, mit Einsatz der neuen Soja-Ernte, solle dies der Fall sein. Nun schließt auch ZDG-Geschäftsführer Thomas Janning die Rückkehr der gesamten Branche zur GVO-freien Fütterung nicht mehr aus. Ein Arbeitskreis „Soja in der Tierernährung“ soll die Rahmenbedingungen dafür klären. Im Vordergrund steht die Gentechnik-freie Geflügelproduktion; langfristig soll, so der Wunsch des LEH, in der gesamten Tierhaltung, also auch bei der Fütterung von Schweinen und Rindern, auf Gentechnik verzichtet werden.

Der VLOG, so dessen Sprecher Alexander Hissting, sieht die Gespräche zwischen LEH und Geflügelbranche „auf einem guten Weg. In der Erzeugung von Schaleneiern wird schon jetzt größtenteils kein gentechnisch verändertes Futter mehr eingesetzt. Wir rechnen damit, dass zum Jahresende nahezu alle Schaleneier im deutschen Lebensmitteleinzelhandel aus gentechnikfreier Tierfütterung stammen.“ Auch für die Geflügelmast könne ausreichend zertifiziert Gentechnik-freie Soja in großen Mengen und hoher Qualität aus Brasilien oder auch, in zunehmendem Maße, aus der Donauregion bezogen werden. 

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