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Gentechnik-freie Soja – hier kann Österreichs Landwirtschaft punkten

Die Sojabohne ist Österreichs wichtigste Ölsaat. 2017 wurde sie hierzulande auf 65.000 Hektar angebaut – und es gibt noch Luft nach oben.

(c) ARGE Gentechnik-frei

Soja kommt zum Großteil aus Amerika
Weltweit werden jährlich rund 330 Millionen Tonnen der eiweißreichen Bohne geerntet (lt. Erntestatistik 2016/2017). Das bedeutet einen globalen Anteil von 60 Prozent bei Ölsaaten. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich die Sojaproduktion etwa verdreifacht. Dieses Wachstum ist auf die Bevölkerungsentwicklung und die Konsumgewohnheiten der Menschen – mehr Fleischverzehr als früher – zurückzuführen. Im globalen Vergleich spielt der Anteil europäischer Soja mit etwa 2,4 Millionen Tonnen eine kleine Rolle. Die Löwenanteile kommen mit 117 bzw. 104 Mio. Tonnen aus den USA und Brasilien. Weitere 57 Millionen Tonnen aus Argentinien.

Sojaanbau in Europa reduziert die drastische Abhängigkeit vom Weltmarkt
Eine unabhängigere europäische Eiweißstrategie ist die Herausforderung der Zukunft, denn die Abhängigkeit Europas von Soja aus Übersee ist extrem (höher als in jedem anderen Lebensmittelsektor). Sojaanbau ist für Europa und im speziellen auch für Österreich also der beste Weg zu mehr Unabhängigkeit.

Eine Bohne mit österreichische Wurzeln
Schon im 19. Jahrhundert experimentierte der österreichische Forscher Professor Friedrich Haberlandt mit verschiedenen Sojapflanzen. Seine erfolgreichen Tests gerieten allerdings nach seinem Tod rasch in Vergessenheit, weshalb der Sojaanbau einige Jahrzehnte später in den USA seinen Siegeszug begann. Heute ist die Pflanze aufgrund ihres hohen Eiweißgehalts als Futtermittel nicht mehr aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion wegzudenken.

Mehr heimische Soja hat nur Vorteile
Österreich importiert derzeit gut 400.000 Tonnen Sojaschrot jährlich, aber es waren auch schon mal 600.000 Tonnen. Der Ausbau der heimischen Sojastrategie trägt langsam Früchte. Die Eiweißversorgung durch nicht importierte Rohstoffe ist eine klare „Win-Win-Win-Situation“:

  1. Österreichs Land- und Lebensmittelwirtschaft ist weniger stark von etwaigen Krisen am Weltmarkt betroffen.
  2. Die Ökobilanz von Sojabohnen aus heimischen Anbau ist deutlich besser.
  3. Man schafft Produktionsmöglichkeiten und Wertschöpfung für Österreichs Bauern.

 

Größtes Potenzial liegt bei Gentechnik-freier Soja
Gut die Hälfte des importierten Sojaschrots – also rund 200.000 Tonnen – ist schon jetzt Gentechnik-frei. Denn: In Österreich produziert die gesamte Geflügelbranche (Eier und Fleisch) garantiert ohne Gentechnik. Und auch in anderen Sektoren wie Rind- oder Schweinefleisch kommen nach und nach Gentechnik-freie Produkte auf den Markt.

Hier liegt auch die größte Chance für die Landwirtschaft: Die Preise sind höher und die Nachfrage steigt. In der Schweinemast sind erst rund 5 Prozent der Betriebe auf Gentechnik-freie Produktion umgestellt. Die Anbaufläche könnte ohne weiteres auf 80.000-90.000 Hektar gesteigert werden – der Markt würde es „vertragen“. Außerdem braucht es zur Auflockerung der mit Mais bebauten Felder eine Strategie. Gentechnik-freier Sojaanbau wäre eine. Eine Ernte von gut 250.000 Tonnen pro Jahr wäre möglich. Das würde Österreichs Importabhängigkeit deutlich senken. Und gerodete Regenwaldflächen braucht GVO-freies, österreichisches Soja ebenfalls nicht.

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