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Gentechnik – was wir darüber wissen sollten

Der Verband der Ernährungswissenschafter (VEÖ) ist die offizielle Vertretung der Ernährungswissenschafter in Österreich. Seit kurzem haben sich die ARGE Gentechnik-frei und der VEÖ mit gegenseitigen Mitgliedschaften verbunden.

In den nächsten Wochen werden wir mehrere Beiträge zum Thema Gentechnik aus der Sicht der Ernährungswissenschaft veröffentlichen. Der VEÖ hat bei der Auswahl der AutorInnen unterstützt. Die Autorin des aktuellen Beitrags ist die Ernährungswissenschafterin Julia Geißler-Katzmann.

In der Gentechnik, welche ein biotechnologisches Verfahren darstellt, wird zwischen „grüner“ (Landwirtschaft), „weißer“ (Industrie und Mikrobiologie), „grauer“ (Umwelttechnik und Abwasserreinigung), „blauer“ (Lebewesen der Tiefsee) und „roter“ Gentechnik (Medizin und Pharmakologie) unterschieden.

Die Anfänge der Gentechnik gehen auf die 1970er Jahre zurück, was zuerst wahnsinnig aufregend war und den Reiz an ungeahnte Möglichkeiten brachte, wurde bald zu einer ethischen Diskussion. Ist es vertretbar mit artfremden genetischem Material eine andere Lebensform zu manipulieren. Mittels Gentechnik kann man Abschnitte der DNA, also der Erbanlage von Lebewesen, auf andere Arten übertragen.

Ist Österreich gentechnikfrei?

Gentechnisch veränderte Pflanzen haben international im Landwirtschaftssektor längst die Vorherrschaft übernommen. So sind vor allem Soja-, Mais- und Baumwollpflanzen davon betroffen.

Für Österreich gilt nach wie vor, dass kein gentechnisch verändertes Saatgut angebaut werden darf, jedoch können wir leider nicht davon sprechen, dass wir ein gentechnikfreies Land sind. Denken wir nur an den Futtermittel- und Textiliensektor. ÖsterreicherInnen lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel zum Großteil ab. Dass aber auf dem Weg vom heranwachsenden Schweinderl zum Schnitzel, auch Gentechnik, nämlich in Form von Futtermitteln im Einsatz ist, wissen die wenigsten. Dies ist für die EndverbraucherInnen auch nicht kennzeichnungspflichtig. So werden im Schnitt rund 500.000 Tonnen Soja-Schrot oder Presskuchen jährlich aus Übersee importiert. Rund 80% davon soll gentechnisch manipuliert sein.

Seit 2010 kann die österreichische Milchwirtschaft als „gentechnikfrei“ bezeichnet werden. Dort kommen keinerlei GMO-Futtermittel zum Einsatz. GMO steht dabei für genetically modified organism. Das wird durch das Label der ARGE Gentechnik-frei garantiert. Wer mit Sicherheit keine Gentechnik am Teller haben will, sollte sich entweder an Bioprodukte halten, die laut EU-Verordnung gentechnikfrei hergestellt sein müssen (Kontaminationen bis zu 0,9% sind erlaubt), oder an das Label „ohne Gentechnik hergestellt“. 

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ARGE Gentechnik-frei Tel: +43-1-90440-603 kontakt@gentechnikfrei.at