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Handelshaus Pilstl: Soja-Pionier der ersten Stunde

Seit 1997 zählen Agrarhändler Karl Pilstl und sein Sohn Andreas zu den wichtigsten Pionieren der Gentechnik-Freiheit.

Motiviert durch das klare Anti-Gentechnik Votum Österreichs beim Volksbegehren 1997 wagte Karl Pilstl den Import der ersten Schiffsladung kontrolliert Gentechnik-freier Soja aus Brasilien. Seither ist das Handelshaus Pilstl europaweit führend als Importeur GVO-freier Soja und damit Wegbereiter für die Gentechnik-freie Lebensmittelproduktion.

„So! Ja!“ – Umweltschützer stehen Spalier

Da machten viele große Augen, als am 11. August 1997 das Lastschiff Quando im Linzer Hafen anlegte – begleitet von Transparenten und Schlauchbooten der Umweltorganisation Greenpeace, die den Transport enthusiastisch begrüßten. An Bord eine Ladung, deren langfristige Bedeutung für Österreichs Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion erst Jahre danach so wirklich offenkundig wurde: Am Spalier der Greenpeace-Aktivisten vorbei wurde die erste kontrolliert Gentechnik-freie Soja aus Brasilien gelöscht.

„Ein denkwürdiger Moment“, erinnert sich Karl Pilstl – aber auch ein Wagnis für sein Unter­nehmen, denn der mutige Schritt des Handelshauses Pilstl aus Raab bei Schärding löste harsche Kritik seitens der offiziellen österreichischen Landwirtschaft aus, die damals noch bedingungslos den Einzug der Gentechnik bei Futter- und Lebensmitteln befürwortete.  

„Ich hatte damals schlaflose Nächte“, so Karl Pilstl. „Von vielen Seiten wurde uns ein kolossaler Flop prognostiziert. Manch einer wünschte uns sehr deutlich, dass wir scheitern.“ Das Wagnis lag auf mehreren Ebenen: Pilstl musste die komplette Soja-Ladung vorfinanzieren, ohne fixe Zusagen seitens seiner Abnehmer. Politik und Agrarhandel gaben eindeutige Signale von sich, dass sie die Initiative ablehnten. Und ob die Konsumenten tatsächlich Gentechnik-freie Lebensmittel – und die damit verbundenen geringen Mehrkosten – annehmen würden, stand im Jahr 1997 noch völlig in den Sternen.

In der Zwischenzeit ist völlig klar: Österreichs Konsumenten lehnen den Einsatz der Gentechnik in Futter- und Lebensmitteln strikt ab; die Gentechnik-freie Produktion ist zum Marken- und Qualitätszeichen österreichischer Produkte geworden. Heimische Anbieter liefern ihre Gentechnik-freien Lebensmittel zum Teil nach ganz Europa.

Seit 17 Jahren Gentechnik-frei

Karl und Andreas Pilstl sind damit zu den wichtigsten Wegbereitern für die Gentechnik-Freiheit geworden und haben maßgeblich dazu beigetragen, ihr bei Konsumenten ebenso wie bei Herstellern und Handel zum Durchbruch zu verhelfen. „Die lückenlose Verfügbarkeit sicherzustellen war nicht immer leicht“, weiß Karl Pilstl. „Aber dank unserer guten Kontakte ist es uns bei allen Schwierigkeiten, vom Ausfall oder Verzögerungen bei Schiffsladungen aus Brasilien bis hin zu Lieferengpässen in Europa wegen Hochwasser oder Schleusen­sperren, immer gelungen, ausreichend Ware anbieten zu können.“

Gentechnik-freie Ware sei in Brasilien trotz rasant steigender Nachfrage aus Europa in genügender Menge vorhanden. Rund 8-10 Mio. Tonnen Gentechnik-freie Soja werden jährlich geerntet; aktuelle Signale von brasilianischen Anbietern zeigen, dass die Mengen bei Bedarf auch noch gesteigert werden können.

Lückenlose Zertifizierung

Qualitätssicherung stand bei Pilstl immer ganz oben auf der Tagesordnung: „Dem Risiko von Verunreinigungen muss natürlich entsprechend vorgebeugt werden. Uns ist klar, dass wir hier genaueste Sicherheitsmaßnahmen gewährleisten müssen.“  Pilstls Ware wird in Brasilien von der Ölmühle bis zum Logistikterminal von CertID zertifiziert, mit einem maximalen Verunreinigungsgrad von 0,1%. Auch nach der Übernahme der Ware in Rotterdam und beim Weitertransport durch Europa wird streng kontrolliert: Pro 500 Tonnen werden bei allen Logistik-Schnittstellen Proben gezogen; die volle Rückverfolgbarkeit der Ware ist garantiert.

„Wir entwickeln uns aber laufend weiter: Für unsere Ware wird kein Regenwald gerodet und sie entspricht voll und ganz den Basler Kriterien. Auch der Transport per Schiff – über den Atlantik ebenso wie von Rotterdam nach Österreich – ist der ökologisch sinnvollste Weg“, erklärt Karl Pilstl seine Qualitätsphilosophie.

Auf Generationen ausgerichtet

Das ökonomische Wagnis aus dem Jahr 1997 hat sich für das Handelshaus Pilstl ausgezahlt. Mit der Marke GEN-NO haben sich die Oberösterreicher als einer der europaweit führenden Anbieter GVO-freier Ware etabliert. „Die grundsätzliche und prinzipielle Entscheidung unseres Unternehmens für Gentechnik-freie Produkte ist unerschütterlich. Wir sehen uns als Handelshaus verpflichtet, langfristig Natursoja zur Verfügung zu stellen.“

Und die Langfristigkeit ist auch Im Familienunternehmen garantiert: Neben Pionier Karl und seinem jetzt die Geschäfte leitenden Sohn Andreas ist mit Enkel Paul bereits die 5. Pilstl-Generation am Werk!

Die ARGE Gentechnik-frei bedankt sich jedenfalls bei allen Pilstl-Generationen für ihren Mut und ihren Weitblick bei der Ermöglichung der Gentechnik-freien Produktion.

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