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Im europäischen Vergleich

In den letzten Jahren hat sich die Gentechnik-frei Kennzeichnung systematisch über Europa ausgebreitet. Länder wie Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Schweiz und Slowenien haben mittlerweile eigenständige Kennzeichensysteme entwickelt; mehrere Länder im CEE-Raum arbeiten daran. Die Kennzeichensysteme unterscheiden sich jedoch teilweise deutlich voneinander und vermitteln den Konsumenten in den EU-Mitgliedsstaaten kein vereinheitlichtes System.

Die ARGE Gentechnik-frei ist seit ihrer Gründung 1997 europaweiter Vorreiter in Sachen Produktion, Kontrolle und Kennzeichnung Gentechnik-freier Lebensmittel; das seit vielen Jahren in der Praxis erprobte österreichische System kann damit zu Recht europaweit als Benchmark und Messlatte gelten.

Angesichts der zum Teil beträchtlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Systemen beauftragten der VLOG e.V. und die ARGE Gentechnik-frei im Jahr 2012 das österreichische Umweltbundesamt mit einer Vergleichsstudie. Diese zeigte klar: die Tücken liegen im Detail. Schon allein die unterschiedlichen juristischen Formen machen den Vergleich schwierig. Allen gemeinsam ist, dass es sich um freiwillige Zusatzauslobungen handelt. Differenzen lassen sich in der Berücksichtigung der Produktionsstufen, bei Grenzwerten für Verunreinigungen bis hin zu Übergangszeiten bei der Umstellung der Tierfütterung auf Gentechnik-freie Qualität erkennen. Das österreichische System hebt sich von den anderen Systemen vor allem durch die verpflichtenden Kontrollen durch akkreditierte externe Kontrollstellen ab; diese stellen einen wichtigen Schritt für Transparenz und Rückverfolgbarkeit dar. Auch der VLOG e.V. in Deutschland hat dies erkannt: Seit November 2013 gelten auch für die deutsche Auslobung „Ohne Gentechnik“ externe Kontrollen als Pflicht.

Die gesamte Studie finden Sie hier zum Download: Comparison of regulatory frameworks of Austria, Germany, France, and South Tyrol for GM free labelling of food products; Umweltbundesamt (Oktober 2012)

Europäische Harmonisierung gefragt

Die Vielfalt der Kennzeichnungssysteme und insbesondere deren Unterschiede zeigen klar: Im Sinne von Konsumenten, Herstellern und Vermarktern ist eine europaweite Harmonisierung der Gentechnik-frei Kennzeichnung dringend gefragt!

Die ARGE Gentechnik-frei arbeitet auf mehreren Ebenen darauf hin: Über die enge Zusammenarbeit mit den anderen Kennzeichnungssystemen, über den auf Initiative der ARGE Gentechnik-frei gegründeten Dachverband Euro GMO-free und über den im Sommer 2012 durch die Europäische Kommission gestarteten „EU-weiten Konsultationsprozess über Programme zur Kennzeichnung von Lebensmitteln als ‚Gentechnikfrei’ bzw. ‚GVO-frei’ und über die Bewertung des Bedarfs einer möglichen Harmonisierung“. Zu der europaweit durchgeführten Studie gibt es allerdings noch keine veröffentlichten Informationen.

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