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Kritische Bilanz: Gentechnisch veränderte Pflanzen verursachen Verlust an Biodiversität

Eine kürzlich veröffentlichten Studie zeigt, dass die Biodiversität durch eine langfristige Nutzung von GVO in Mitleidenschaft gezogen wird.

Das Bundesamt für Naturschutz Deutschland, das Umweltbundesamt Österreich und das Umweltbundesamt Schweiz haben die langfristigen Auswirkung des Anbaus gentechnisch veränderter, herbizidresistenter Pflanzen untersucht. Die in einem gemeinsamen Bericht veröffentlichten Ergebnisse zeigen auf, dass diese veränderten Pflanzen einen wesentlichen Einfluss auf die Umwelt nehmen und den Verlust der Biodiversität beschleunigen. Außerdem ergibt die Studie, dass – im Gegensatz zu allgemeinen Annahmen – der Anbau von GV-Pflanzen langfristig keine höheren Ernten einbringt. Durch die wachsende Resistenz der Ackerbeikräuter steigt der Herbizidverbrauch stetig; auch dies wirkt sich auf den Rückgang der Artenvielfalt aus.

Unvorhersehbare Folgen
Der mit der intensiven landwirtschaftlichen Bewirtschaftung einhergehende Einsatz von hohen Mengen an Pflanzenschutzmitteln ist eine der Hauptursachen für den Verlust von Biodiversität. Seit knapp 20 Jahren werden in Nord- und Südamerika gentechnisch veränderte Pflanzen mit Resistenzen gegen unterschiedliche Totalherbizide (insbesondere das umstrittene Glyphosat) großflächig angebaut. Allein in den USA führte der Anbau von GV-Pflanzen seit Mitte der 1990er Jahre zu einem zusätzlichen Verbrauch von 240 Millionen Kilo Herbiziden. 85% der gentechnischen Veränderungen an Nutzpflanzen dienen dazu, diese gegen giftige Wirkstoffe wie Glyphosat und Glufosinat resistent zu machen. Die Hersteller der GVO-Pflanzen, allen voran Monsanto und Bayer, verdienen in der Folge gleich doppelt: Sie verkaufen den Landwirten nicht nur das GV-Saatgut, sondern auch die dazu passenden Herbizide.

Die Studie belegt, dass der Herbizidverbrauch im Verlauf der letzten 20 Jahre stetig gestiegen ist; die deutliche Abnahme der Biodiversität auf und neben den Ackerflächen ist eine eindeutig belegbare Folge. Zusätzlich führt der Anbau gentechnisch veränderter, herbizidresistenter Pflanzen zum vermehrten Aufkommen von herbizidresistenten Ackerbeikräutern, zu deren Bekämpfung zumeist andere (Total-)Herbizide eingesetzt werden. Auch der Verlust von Tierarten in landwirtschaftlich genutzten Lebensräumen ist als Folge der intensiven Nutzung von Glyphosat und Co. dokumentiert. Experten gehen davon aus, dass dies auch der Grund für den Rückgang von geschützten Arten, wie z.B.: dem Monarchfalter in Amerika, sein kann.

Klare Schlussfolgerung der Studie: Auch auf Europa käme bei einem verstärkten Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen und dem damit verbundenen signifikanten Anstieg des Einsatzes von Pflanzengiften ein Verlust an Biodiversität und Tierarten zu.

Weitere Informationen zur Studie sind unter anderem hier zugänglich:

http://www.umweltbundesamt.at/news_140627/

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