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Nächster Schritt im Bürokratie-Abbau für österreichisch-deutschen Handel

Die Vorgaben für Gentechnik-freie Produktion in Österreich und Deutschland unterscheidet nur wenig. Beide Qualitätszeichen signalisieren gleichermaßen: auf GV-Futterpflanzen wird verzichtet.

In Deutschland ist es das „Ohne Gentechnik“-Zeichen in der grünen Raute; in Österreich heißt es „Ohne Gentechnik hergestellt“ – das dunkelgrünen Rechteck genießt hohe Bekanntheit bei den heimischen Konsumenten. Nicht nur gentechnisch veränderte Futterpflanzen sind in beiden Systemen ein "No-Go", auch im Bereich pflanzlicher Produktion gibt es eine weitgehende Deckungsgleichheit. 

Schon im Juli 2016 haben beide Vergabeverbände – die ARGE Gentechnik-frei und das deutsche Pendant Verband Lebensmittel Ohne Gentechnik (VLOG) – die zur Vergabe des Qualitätszeichens erforderlichen Kontrollen für Futtermittel und tierische Produkte gegenseitig als gleichwertig anerkannt – siehe Beitrag vom 1. Juli 2016.

Die erweiterte Vereinbarung vom 3. April 2017 baut die gegenseitige Anerkennung weiter aus und schließt nun auch die Kriterien zur Herstellung von pflanzlichen Lebensmitteln bzw. von Lebensmittelzutaten mit ein. Bei Einhaltung der im Dokument festgelegten Vorgangsweisen sind die in beiden Vergabesystemen verpflichtend vorgeschriebenen Kontrollen offiziell als gleichwertig anerkannt. Die Zertifizierungen werden damit in vollem Umfang beiderseits der Alpen akzeptiert; einmal überprüfen lassen reicht. Dadurch können Aufwand und Kosten für Kontrollen erheblich reduziert werden.

„Mit dieser Regelung können Betriebe, die ihre Produkte zwischen Österreich und Deutschland exportieren und in jedem Land das nationale und bei den Konsumenten bekannte ‚Ohne Gentechnik’-Kontrollzeichen verwenden wollen, auf pragmatische und unbürokratische Art und Weise beide Märkte bedienen. Wir sind überzeugt, dass wir damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Harmonisierung vereinbart haben“, erklärten VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting und ARGE Gentechnik-frei Geschäftsführer Florian Faber beim Abschluss der Erklärung.

Geringfügig unterschiedliche Anforderungen können aktuell noch Zusatzerklärungen zur Anerkennung als deutsches oder österreichisches "Ohne Gentechnik"-Produkt nötig machen: Diese bestehenden Unterschiede – zum Beispiel bei der Zeit, die Tiere mit gentechnisch unverändertem Futter gefüttert werden müssen, bevor die Kennzeichnung genutzt werden darf – sollen jedoch künftig weiter verringert werden.

Die gemeinsame Erklärung von VLOG e.V. und ARGE Gentechnik-frei zur gegenseitigen Anerkennung von Produktion und Kontrolle können Sie mit einem Klick zu Ihrer Information downloaden.

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