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Neuer Kontrollleitfaden für Gentechnik-frei Kontrollen veröffentlicht

Anfang März hat die Akkreditierungsstelle des BMWFW den neuen Kontrollleitfaden veröffentlich. Das erarbeitete Papier sichert die Basis für die einheitliche Vorgangsweise.

Für alle Lebensmittel mit dem Qualitätszeichen "Ohne Gentechnik hergestellt" gilt: Sie werden regelmäßig von unabhängigen, externen Kontrollstellen daraufhin überprüft, dass sie auch tatsächlich auf allen Stufen der Produktion – vom Feld übers Futtermittel bis hin zum fertigen Produkt – ohne den Einsatz von Gentechnik hergestellt werden. Diese strengen Kontrollen sind unabdingbare Voraussetzung für die Verwendung des Qualitätszeichens.

Wesentliche Grundlage für den Umfang und die gleichbleibende Qualität dieser Kontrollen ist der sogenannte Leitfaden zur risikobasierten Kontrolle auf Gentechnikfreiheit. Dieses von Experten aller relevanten Fachbereiche erstellte und von der Akkreditierungsbehörde im Wirtschaftsministerium als Basis für die laufende Auditierung der Kontrollstellen eingesetzte Dokument regelt die Abläufe, die Frequenz und die Intensität der Kontrolltätigkeit und ist Basis für die jährliche Akkreditierung.

Seit März 2015: Neuer Kontrollleitfaden – zur Abdeckung der neuen Anforderungen durch das gewachsene Marktvolumen Gentechnik-freier Produkte

Der erste derartige Kontrollleitfaden wurde im Jahr 2008 erlassen – seither hat allerdings die Gentechnik-Freiheit als Qualitätsmerkmal heimischer Lebensmittel und landwirtschaftlicher Produkte eine enorme Ausweitung erlebt: Mehr als 2.300 Lebensmittel führen das Kontrollzeichen; ganze Produktionszweige wie z.B. die Milchwirtschaft, die Frischeier-Produktion sowie die Masthühner-Aufzucht wurden vollständig auf Gentechnik-freie Fütterung umgestellt.

Dies stellt die Kontrolle vor laufend neue Herausforderungen: Zum Beispiel bei der Regelung zahlreicher neuer bzw. komplexer werdender Detailaspekte bei den Gentechnik-frei Kontrollen – da die Kontrollkette für eine wachsende Zahl von Zutaten bei Futter- und Lebensmitteln gesichert werden muss. Waren es anfangs primär unverarbeitete Produkte, die das Zeichen Ohne Gentechnik hergestellt“ führten, sind es mittlerweile mehr und mehr verarbeitete Produkte sowie – Stichwort: Schweinefleisch – tierische Produkte, zu deren Herstellung komplexe Futtermittel benötigt werden. Auch die internationale Herkunft vieler Zutaten – von Rohwaren wie Soja oder Mais bis hin zu Zutaten wie Fruchtmischungen, Vitamine oder Enzyme – erhöht die Komplexität der Kontrollen.

Intensive Expertendiskussion für neuen Kontrollleitfaden

Die ARGE Gentechnik-frei hat daher im Laufe des Jahres 2014 unter Federführung des österreichischen Umweltbundesamtes und unter Einbindung der wichtigsten Stakeholder – von Behörden über Futtermittel- und Lebensmittelhersteller bis zu den Kontrollstellen – einen Vorschlag für einen neuen Kontrollleitfaden erarbeitet, der den aktuellen Herausforderungen für die Gentechnik-freie Produktion gerecht wird.

Neben der Regelung der für die Kontrolle wichtigen Aspekte ermöglicht der neue Kontrollleitfaden auch größtmögliche Effizienz bei Kontrollen: Er sichert die Basis für eine weitere Harmonisierung der Kontrollabläufe zwischen den einzelnen Kontrollstellen und unterstützt damit das Ziel, mit Kombi-Audits möglichst hohe Synergien bei Lebens- und Futtermittelkontrollen zu erzielen und so die Kontrollkosten in überschaubarem Rahmen zu halten

Der neue Kontrollleitfaden ist auch zum Download auf der Website des Akkreditierungsstelle im Wirtschaftsministerium verfügbar.

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