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Regenwaldfreundliche Soja

Handelshaus Pilstl und Raiffeisen führen Soja nach Basler Kriterien

Copyright: Soy Association

Neben der Gentechnik-Freiheit wird beim Soja-Import in zunehmendem Maße auch der umwelt- und sozialverträgliche Anbau zum Thema. Der WWF und die Schweizer Handelskette Coop haben dazu Standards definiert, die noch deutlich über die Gentechnik-Freiheit hinausgehen und der Futtermittelindustrie bzw. Verarbeitern die Möglichkeit bieten, ihre soziale und ökologische Verantwortung zu dokumentieren: Soja, das gemäß den Basler Kriterien angebaut bzw. geerntet wird, erfüllt die höchsten Ansprüche an verantwortungsvollen Sojaanbau.

Copyright: Michel Gunther / WWF

Soja nach Basler Kriterien ist in ausreichendem Maße am Weltmarkt bzw. auch bei österreichischen Anbietern zu beziehen: Laut Auskunft des WWF bietet der Weltmarkt zur Zeit mehr als 2 Mio. Tonnen Soja nach Basler Kriterien. In Österreich ist Soja in diesem Standard über das Handelshaus Pilstl bzw. die Raiffeisen Ware Austria zu beziehen. „Wir haben genügend Vorrat bzw. Bezugsquellen, um die Versorgung auch in großem Ausmaße sicherstellen zu können“, versichert Andreas Pilstl, Geschäftsführer beim Handelshaus Pilstl.

„Durch den weltweit steigenden Fleischkonsum haben sich in den letzten 20 Jahren die Produktion von Soja weltweit auf 227 Mio. Tonnen verdoppelt,“ weiß Mag. Georg Scattolin, Nachhaltigkeitsexperte beim WWF Österreich. Rund 85 Prozent davon werden für Tierfutter verwendet. Knapp 600.000 Tonnen Soja gelangt jährlich nach Österreich – dieser Bedarf wäre ohne weiteres mit sozial- und umweltfreundlich angebauter Soja nach Basler Kriterien abdeckbar.

Preislich entstehen für Basler Kriterien Soja laut WWF kaum Mehrkosten; die Preissteigerungen für den Konsumenten dürften damit minimal sein.

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Die Basler Kriterien in Kürze:

  • Keine Umwandlung von Primärvegetation und Flächen von hohem Schutzwert in Ackerland nach 2004; Kompensationsmassnahmen bei Umwandlung zwischen 1995 und 2004
  • Kein Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut
  • Erhaltung der Boden- und Wasserqualität durch Anwendung geeigneter Anbaumethoden
  • Sozialstandards wie z.B. existenzsichernde Löhne oder Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit
  • Lückenlose Rückverfolgbarkeit und unabhängige Kontrolle über die ganze Warenflusskette


Die wichtigsten Zahlen und Fakten in Kürze:

  • Jährliche Sojaproduktion weltweit: ca. 210 Millionen Tonnen (2005)
  • Jährlicher Sojaverbrauch für Tierfutter in der EU: ca. 25 Millionen Tonnen (2002)
  • Jährlicher Sojaverbrauch für Tierfutter für den gesamten Nahrungskonsum Österreichs: ca. 600.000 Tonnen
  • Erwarteter weltweiter Anstieg der Soja-Nachfrage bis 2020: von 210 auf ca. 300 Millionen Tonnen


   WWF-Factsheet  "Sojaproduktion & Basler Kriterien" (pdf; 544 KB)
 

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