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Rückläufiger Gen-Mais-Anbau in Tschechien hat positive Effekte für Österreich

Nur noch 18 tschechische Landwirte verwenden Gen-Mais – rund 1/3 weniger als 2013. Dadurch verringert sich auch das Risiko der Verwendung in Österreich.

Der Anteil an Gentechnik-Mais in Tschechien ist erneut gesunken. Zuletzt bauten nur noch 18 Landwirte den in Tschechien zugelassenen Mais MON810 des US-Saatgut-Konzerns Monsanto an. Im Vorjahr waren es noch 31 und die Ackerfläche betrug 2.560 Hektar (nunmehr nur noch 1.750 Hektar). Der Anteil an Gen-Mais ist seit 2008 stetig gesunken: Vor sechs Jahren wurden noch 8.380 Hektar von 167 Bauern mit MON810 bebaut.

Kein Gen-Mais in Österreich
Obwohl das Monsanto Saatgut MON810 seit 1998 in Europa zugelassen ist, haben mehrere EU-Länder – inklusive Österreich – ein Anbauverbot für diese Pflanze verhängt. In Österreich gilt sowieso ein generelles Anbauverbot für jegliches gentechnisch verändertes Saatgut[1]. Im letzten EU-Umweltministerrat am 14. Juni 2014 wurde den EU-Mitgliedstaaten auch ein Selbstbestimmungsrecht eingeräumt, wodurch sie selbst entscheiden können, ob sie den GVO-Anbau in ihrem Land beschränken bzw. untersagen möchten (wie die ARGE Gentechnik-frei berichtet hat).

Der sukzessive Rückgang des Gen-Maisanbaus im Nachbarland Tschechien hat auch positive Auswirkungen auf Österreich. MON810 kommt in Tschechien ausschließlich als Futtermittel für Tiere zum Einsatz und wird nicht zum Lebensmittel weiterverarbeitet. In den Grenzgebieten besteht die Problematik, dass tschechischer Mais von österreichischen Landwirten eingekauft werden kann. Je stärker sich der Anbau von gentechnisch verändertem Mais also reduziert, desto geringer ist das Risiko, dass es hier zu Verunreinigungen kommt. Aus der Sicht von Österreich ist diese Entwicklung also jedenfalls zu begrüßen.

 

[1] Weiterführende Informationen zu GVO-Zulassungen in der EU und in Österreich finden Sie unter anderem auf der Website des Umweltbundesamtes.

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