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USA: Kräftiger Schwung in Richtung Gentechnik-frei

Das ist eindeutig zu wenig bekannt: Die USA sind nicht nur die primäre wirtschaftliche Macht bei der Durchsetzung der Gentechnik in allen Bereichen – derzeit wächst auch eine rasch stärker werdende Gegenbewegung heran. 

(c) NON GMO Project

Mehr und mehr Lebensmittelhersteller, aber auch Restaurantketten wie Chipotle, Sharky’s oder The Organic Coup setzen auf Lebensmittel ohne Gentechnik. Das 2005 im Umfeld von Bio-Herstellern und -Vermarktern gegründete Non GMO Project vermeldet einen sprunghaften Anstieg von zertifizierten Produkten: Mehr als 40.000 Produkte mit einem jährlichen Marktvolumen von rund 18 Mrd. US-Dollar sind aktuell am US-Markt zu finden – Tendenz rasant steigend.

2005 waren es vor allem amerikanische Bio-Hersteller und -Vermarkter, die auf einheitliche Rahmenbedingungen drängten, um ihren Kunden die Gentechnik-Freiheit ihrer Produkte zu kommunizieren. Denn die rechtliche Lage zu dieser Zeit war eher Stückwerk – laut US-Agrarministerium war der Einsatz von Gentechnik in der Bio-Produktion zwar verboten, doch gab es weder irgendwelche Grenzwerte, noch waren Methoden zur Kontrolle definiert. Und bei konventionellen Produkten war natürlich von Gentechnik-Freiheit keine Rede.

Stark wachsende Nachfrage am US-Markt
Aus diesen Gesprächen heraus entstand das Non GMO Project – eine von den großen US-Biomarken wie z.B. Whole Foods, Nature’s Path und Eden Foods getragene Plattform mit dem Ziel, einen tragfähigen Rahmen für die Auslobung Gentechnik-freier Produktion zu schaffen. 2008 wurde der erste Standard für Produktion und Kontrolle veröffentlicht; 2010 erschienen die ersten Produkte mit der Auslobung „Non GMO Project Verified“ auf dem Markt. Waren es anfangs noch primär Bio-Produkte, die das Zeichen nutzten, so stammen aktuell rund 60% der Lebensmittel aus konventioneller Produktion.

(c) ARGE Gentechnik-frei / Harald Klemm

„Die aktuelle Dynamik verblüfft uns alle“, beschreibt Ken Ross, CEO des internationalen Zertifizierungsunternehmens Global ID und Mitbegründer des Non GMO Projects, die Veränderungen im amerikanischen Markt. „Die Nachfrage in den letzten zwei Jahren hat uns alle fast überfordert. Mehr und mehr Herstellern, aber auch einer wachsenden Zahl an Gastronomiebetrieben wurde bewusst, wie stark der Bedarf an gentechnikfreien Produkten ist.“

So führen mittlerweile mehr als 40.000 Produkte das Kontrollzeichen des Non GMO Projects, mit einem beachtlichen Marktvolumen von mehr als 18 Mrd. US-Dollar. 2.500 Hersteller und Markenartikler mit rund 12.000 Zulieferern sorgen dafür, dass die Gentechnik-Freiheit als ökonomischer Faktor in zunehmendem Maße an Bedeutung gewinnt.

Auch die Sensibilisierung der Konsumenten nimmt zu: Waren es in den Anfangsjahren des Non GMO Projects noch 10% der US-Konsumenten, die sich Gentechnik-freie Produkte wünschten, so ist diese Zahl in den aktuellen Marktforschungen auf 48% Prozent angestiegen.

Anpassung des Standards an Europa geplant
Noch unterscheiden sich die Anforderungen im Standard des Non GMO Projects recht deutlich vom Niveau in Europa: Für Lebensmittel gilt ein Schwellenwert von 0,9%; bei Futtermittel sind sogar 5% Verunreinigungen zugelassen.

„Uns ist bewusst, dass dies nicht mit den Standards in Europa vergleichbar ist“, erklärt Ken Ross. „Das muss aber auch vor dem Hintergrund bewertet werden, dass Gentechnik-Anbau in den USA allgegenwärtig ist. Dies macht das Risiko von Vermengungen natürlich ungleich höher als im weitgehend Gentechnik-freien Europa.“

Dennoch machen die bei der „GMO-free Labeling Conference“ in Wien verabschiedete „Vienna Declaration“ und auch der darin als Benchmark genannte „Non GMO Danube Region Standard“ großen Eindruck auf die US-Delegation: „Wir brauchen Vergleichbarkeit und gegenseitige Anerkennung am Markt, so viel ist klar“, erklärt Ken Ross in Wien. „Wir werden mit Nachdruck daran arbeiten, den Standard des Non GMO Projects in Richtung der Vorgaben aus Europa weiterzuentwickeln.“

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